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Sammelband Technisches Kulturgut

Museale Provenienzforschung zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut zielt nicht nur auf hochwertige Kunstobjekte und wertvolle Buchbestände, sondern nimmt seit geraumer Zeit auch Alltagsgegenstände und nicht zuletzt technische Instrumente und Geräte sowie Fahrzeuge in den Blick. Besonders die Provenienzforschung zu technischem Kulturgut erweist sich oftmals herausfordernder als zu klassischen Kunstgegenständen. Methodische Vorgehensweisen und bisherige Ergebnisse der Provenienzforschung zu technischem Kulturgut wurden erstmals auf einem im September 2021 vom Deutschen Optischen Museum in Jena veranstalteten Workshop diskutiert. Die einzelnen Beiträge und Ergebnisse der Tagung fasst nun ein eigener Sammelband zusammen. 

Neun Provenienzforscherinnen und -forscher aus Deutschland und Österreich liefern darin Einblicke in verschiedene Forschungsprojekte zur Herkunft von technischem Kulturgut in musealen Sammlungen. Wenn auch die vorgestellten Fälle jeweils unterschiedliche Sammlungsgenesen und Objektgattungen behandeln, so gleichen sich die damit verbundenen Problematiken dennoch. Insbesondere wird wiederholt die Frage aufgeworfen, mit welchen Identifizierungsmethoden sich technische Objekte mit NS-Verfolgungskontexten in großen Sammlungen identifiziert werden können. Zudem liefern mehrere Beiträge wichtige Angaben zu Händlern und Sammlern historisch-technischer Objekte.


Der Sammelband erhebt nicht den Anspruch, das neue Feld der Provenienzforschung zu technischem Kulturgut vollständig abbilden zu wollen. Vielmehr sollen Anregungen und Hinweise für weitere wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet geliefert werden.


Ab Ende April 2022 kostenlos abrufbar auf: www.qucosa.de und auf unserer Webseite.